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Beschneidung minderjähriger Jungen

Der Deutsche Bundestag hat sich gestern in einer Sondersitzung, die sich ursprünglich ausschließlich mit der Genehmigung von Mitteln aus dem ESFS zur Rekapitalisierung des Banksektors in Spanien befassen sollte, auch mit der Beschneidung minderjähriger Jungen auseinander gesetzt. In einem Antrag von Union, SPD und FDP wird die Bundesregierung aufgefordert, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der sicherstellen soll, dass die Beschneidung grundsätzlich zulässig ist. In der grünen Bundestagsfraktion wurde die Abstimmung über diesen Antrag freigegeben. Da der Antrag sehr einseitig den Stellenwert religiöser Riten und die Religionsfreiheit von Eltern über das Recht der Kinder auf körperliche Unversehrtheit und auch über ihre (religiöse) Selbstbestimmung stellt, habe ich den Antrag abgelehnt. Hier findet sich eine ausführliche Begründung meines Abstimmungsverhaltens.

Kommentare

3 Reaktionen: Kommentar schreiben ⇓

  1. Dana Kühnau

    Liebe Katja,

    ich bin sehr erleichtert, dass du und andere aus der Grünen BT-Fraktion eine Beschneidung von Minderjährigen kritisch sehen.
    Umfassende, gut recherchierte Infos über die lebenslange sexuelle Schädigung durch eine Beschneidung habe ich gefunden unter: http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/maennliche-beschneidung.html

    Mit einer Betäubung während der Operation ändert man nichts an der dauerhaften Minderung des Sexualempfindens um über 50%

    Viel Erfolg bei den weiteren Debatten zu dem Thema und vielen Dank für dein Engagement!

    Herzliche Grüße
    Dana Kühnau
    (Sprecherin LAK Kultur und LAK Demokratie und Recht Bayern)

    05.09.2012 um 14:34 Uhr

  2. Anonymous

    Kann meiner Vorrednerin nur zustimmen: Danke für den Einsatz! Frühkindliche Vorhautamputation darf in Deutschland nicht legalisiert werden. Es wäre ein großer Rückschritt, würden basale Grund- und Menschenrechte wie das der Körperlichen Unversehrtheit einfach weggewischt aus falscher „Toleranz“ gegenüber religiösen Befindlichkeiten.

    Bei der Debatte sind bisher die Rechte des Kindes auf Körperliche Unversehrtheit UND Religionsfreiheit VIEL zu kurz gekommen.

    Religionsfreiheit ja bitte, aber auf dem Boden von Grund- und Strafgesetz!

    24.09.2012 um 16:05 Uhr

  3. fredcrist

    Das nenne ich doch einmal einen Lichtblick. Zurecht wurde die Beschneidung von Mädchen geächtet. Und die von Jungen soll jetzt legalisiert werden? Das ist m. E. ein merkwürdiges Verständnis von Menschenrechten.

    MFG

    27.09.2012 um 10:08 Uhr

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