Direkt zum folgenden Bereich:
  1. Hauptnavigation
  2. Inhalt
  3. Themenübersicht
  4. Suche
  5. Links
  6. Adresse



Inhalt

Sportförderung ist kein Selbstbedienungsladen des Spitzensports

Zum Abschluss der parlamentarischen Haushaltsberatungen zur Sportförderung 2013 erklären Viola von Cramon, Sprecherin für Sportpolitik, und Katja Dörner, Berichterstatterin für den Einzelplan des Bundesinnenministeriums:

In den Schlussberatungen des Haushaltsausschusses haben Union und FDP ein unkontrolliertes Finale zugelassen. Die Sportförderung für 2013 wurde auf der Zielgeraden in Bereichen angehoben, wo es weder sportfachlich notwendig noch sportpolitisch gerechtfertigt ist.

Die Anhebungen um jeweils eine Million Euro bei Lehrgängen im Bereich des Spitzensports und bei der Finanzierung der Olympiastützpunkte sind unverhältnismäßig. In einem nacholympischen Jahr ist es sportfachlich nicht nachvollziehbar, wenn Lehrgänge für die Spitzenkaderathletinnen und -athleten auf ein Rekordhoch steigen.

Statt die nacholympische Saison zur Aktivierung von Synergieeffekten bei den 19 Olympiastützpunkten zu nutzen, wird überraschend um eine Million Euro draufgesattelt. Zugleich wird dort eine Million Euro eingespart, wo die Förderung dringend gebraucht wird: Bei der Finanzierung von qualifizierten Trainerinnen und Trainern.

Offenbar haben in der staatlichen Sportförderung weiter diejenigen Funktionäre erheblichen Einfluss, die seit 2008 schon ein völlig unrealistisches Medaillenziel von 86 Medaillen für Olympia 2012 in London verabredet haben. Die Spitzensportförderung aus Steuergeldern droht zu einer intransparenten Absprache einiger Sportfunktionäre mit dem Bundesinnenminister zu werden.

Kommentare

Einen Kommentar schreiben: