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Friedrichs Plakatkampagne wird nicht vermisst

Anlässlich der Information des Innenministeriums an die Bonner Stadtverwaltung, dass die Plakate der umstrittenen Kampagne „Vermisst“ nicht in Bonn aufgehängt werden, erklären die Bonner Bundestagsabgeordneten Katja Dörner (Bündnis 90/Die Grünen), Ulrich Kelber (SPD) und Paul Schäfer (Die Linke):

„Es ist gut, dass unser massive Protest gegen die Kampagne erfolgreich war und die Plakate von „Ahmad“, „Hassan“ und „Tim“ endgültig eingestampft werden“, so Katja Dörner. „Eine Plakatkampagne, die in Bonn lebende Muslime unter Generalverdacht stellt, ist immer kontraproduktiv. Gerade in einer Stadt wie Bonn, deren schwierige Situation mit Blick auf islamischen Fundamentalismus bekannt ist, muss man sensibel und differenziert agieren und darf keineswegs mit dem Holzhammer draufzuhauen.“

Die Abgeordneten sind sich einig, dass sich eventuelle Probleme auch in Bonn im Dialog mit den Religionsgemeinschaften schneller und besser lösen lassen, als durch eine provokative Plakatkampagne.

„Die Plakatkampagne und Friedrichs aktuelle Unterstellung, Asylbewerberinnen und Asylbewerber aus Serbien und Mazedonien würden in Deutschland Asylmissbrauch betreiben, zeigen, wes Geistes Kind der Innenminister ist. Das ist billige Stimmungsmache, um im CSU-Landtagswahlkampf Punkte zu machen“, empört sich Kelber. Für Dörner, Kelber und Schäfer ist klar, dass Fundamentalisten gesellschaftlich isoliert und jedwede Form von Fundamentalismus angegangen werden muss. „Nur so kann sichergestellt werden, dass Bonn die weltoffene Stadt bleibt, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion auch in Zukunft friedlich zusammenleben können“, so Paul Schäfer.

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