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Kindersoldaten: Deutschland muss international Vorbild sein

Anlässlich des Welttages gegen den Einsatz von Kindersoldaten erklärt Katja Dörner, Sprecherin für Familien- und Kinderpolitik:

Kindersoldaten sind unverändert grausame Realität. Der jüngst in der Kinderkommission des Deutschen Bundestages vorgestellte „Schattenbericht Kindersoldaten 2012“ macht deutlich, welchen Beitrag Deutschland leisten kann, damit die betroffenen Kinder tatsächlich zu ihrem Recht kommen. Minderjährige haben grundsätzlich nichts bei Streitkräften zu suchen – auch nicht, wenn sie freiwillig und mit Zustimmung ihrer Eltern rekrutiert wurden. Hier muss Deutschland konsequent sein. Schließlich hat Deutschland das entsprechende Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert. Die Bundesregierung muss mehr Druck auf die Staaten ausüben, die den Einsatz von Kindersoldaten nicht ächten.

Rund 250.000 Kinder sind betroffen. Viele Kindersoldaten werden als Kämpfer, Träger, Köche oder Diener eingesetzt. Für Mädchen in den betroffenen Regionen sind Vergewaltigungen und Zwangsehen keine Seltenheit. Einigen gelingt die Flucht, in dem sie unbegleitet von Erwachsenen in Staaten wie Deutschland einreisen. Diese Kinder und Jugendlichen brauchen unsere Hilfe.

Nach der Rücknahme des asylrechtlichen Vorbehalts müssen nun endlich die rechtlichen Konsequenzen insbesondere im Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz gezogen werden. Das Kindeswohl muss vorrangig berücksichtigt werden.

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