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Skepsis, ob Anonymitätsbedürfnis der Frauen entsprochen wird

Zum heutigen Kabinettsbeschluss über einen Gesetzentwurf zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt erklären Katja Dörner, kinder- und familienpolitische Sprecherin, und Monika Lazar, frauenpolitische Sprecherin:

„Die Ziele des Gesetzentwurfs teilen wir uneingeschränkt. Es ist wichtig eine rechtssichere Alternative zur Babyklappe und zur anonymen Geburt anzubieten und für die betroffenen Kinder die größtmögliche Chance sicherzustellen, Kenntnis über ihre Abstimmung zu erlangen.

Allerdings sind wir skeptisch, ob die vorgeschlagene Regelung praxistauglich ist und von den betroffenen Frauen angenommen wird. Studien belegen, dass die Zusicherung der Anonymität für viele Frauen eine Grundvoraussetzung ist, sich überhaupt auf einen Beratungs- und Unterstützungsprozess einzulassen. Der Gesetzentwurf sieht vor, die Frage der Anonymität im Konfliktfall von einem Familiengericht entscheiden zu lassen.

Vor diesem Hintergrund bezweifeln wir, ob die Zielsetzung des Gesetzentwurfs überhaupt erreicht werden kann. Es ist fraglich, ob Frauen in einer solchen Krisensituation, sich auf eine vertrauliche Geburt einlassen, wenn ihnen letztlich die Entscheidung über die Anonymität aus der Hand genommen wird. „

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