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Neu-Ausrichtung der Deutschen Welle muss Bonner Belange im Blick behalten

Die Bonner Bundestagsabgeordneten Katja Dörner (Grüne), Dr. Claudia Lücking-Michel (CDU) und Ulrich Kelber (SPD) begrüßen das Bestreben des neuen Intendanten der Deutschen Welle, Peter Limbourg, den deutschen Auslandssender fit zu machen für den Wettbewerb mit den großen internationalen Medienanbietern. Im Rahmen ihres im DW-Gesetz festgelegten Auftrags bietet die Deutsche Welle als Informationsanbieter aus Deutschland die Chance, deutsche Stimmen und Sichtweisen in einer immer enger zusammenwachsenden Weltgemeinschaft zu Gehör zu bringen. Als Stimme der Freiheit und der Demokratie bietet sie vielen Menschen in Ländern mit unfreien oder wenig entwickelten Medienmärkten die Chance, sich mittels eines unabhängigen Qualitätsjournalismus eine Meinung zu bilden. Es ist nachvollziehbar, dass dies in der heutigen Welt auch in Englisch als weltweit verbreiteter Lingua Franca geschehen soll.

Die Abgeordneten: „Wir registrieren allerdings mit Besorgnis, dass der angestrebte massive Ausbau des englischen TV-Programms zu großen Teilen mit einer Reduzierung von Angeboten einhergehen soll, die derzeit am Standort Bonn produziert werden: Radioangebote z.B. in Albanisch, Kroatisch und Portugiesisch für Afrika sollen eingestellt, andere wie Französisch drastisch reduziert werden. Die Online-Angebote in mehreren südosteuropäischen Sprachen sollen auf ein „personalisiertes, dialogisches Kommentar-/Blogformat umgestellt“ werden, was einen erheblich geringeren personellen Aufwand erfordern wird als bisher. Da das lineare TV-Angebot der Deutschen Welle bisher ausschließlich in Berlin erstellt wird, befürchten wir eine weiter und schneller fortschreitende Verschiebung von Arbeitsplätzen aus Bonn nach Berlin. Schon in den vergangenen Jahren hat die Zahl der DW-Beschäftigten in Berlin stetig zugenommen (von 438 im Jahr 2010 auf 467 in 2012) während die Zahlen in Bonn zurückgegangen sind (von 964 auf 892; Quelle: DW-Personalbericht 2013/2014). Die Bonner Bundestagsabgeordneten sind überzeugt davon, dass die aus aller Welt stammende Belegschaft der Deutschen Welle ein wichtiger Bestandteil des internationalen Profils der Bundes- und UN-Stadt Bonn ist. Das Ziel eines gestärkten englisch-sprachigen TV-Angebots darf die multilinguale und -regionale Kompetenz am Standort Bonn nicht gefährden.“

Kommentare

1 Reaktion: Kommentar schreiben ⇓

  1. Peter Hansen

    Massiver Abbau und Reduzierung des Angebots! Katja Dörner und Ulrich Kelber begrüßen das? Was um Himmels Willen ist an dem neuen Konzept zu begrüßen?

    25.01.2014 um 0:44 Uhr

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