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Bunt in Berlin – „Eine Reise ohne Ende“

Vom 8. bis 11. BusJuni nahm unsere rund dreißig Leute umfassende bunt-gemischte Bonner Gruppe an einer von Katja Dörners Wahlkreisbüro organisierten Inforeise nach Berlin teil. Wir brachten sehr unterschiedliche Lebenserfahrung mit: Zwischen 17 und 75 Jahre alt, vom Sushi-Koch über die Theologiestudentin, bis hin zum Natur-Wissenschaftler und ehrenamtlichen Mitarbeiter bei der Flüchtlingsinitiative Ausbildung statt Abschiebung und dem Jugendlichen auf Ausbildungssuche, war alles dabei. Drei Leute mit Behinderung aus dem Therapiezentrum in Beuel (TZ-Bonn) bereicherten zusammen mit ihren Betreuern die Reise ganz besonders. Was die heterogenen Teilnehmer verbunden hat, war ihr gemeinsames politisches Interesse.

Bei den verschiedenen Programmpunkten der Fahrt wurde dieses Interesse gefördert und vervielfältigt. Komplexe Fragen wurden in vielerlei Hinsicht zunächst im BunBeckedahls im BPAdespresseamt und anschließend im Auswärtigen Amt oder im Paul-Löbe-Haus des Bundestags beantwortet. Aber auch ganz rudimentäre Fragen, wie zum Beispiel: „Warum die Kanzlerin (vom Bundespresseamt) Zeitungsartikel über den G7-Gipfel zu lesen bekommt, wenn sie doch selbst dort ist?“ Volker aus dem TZ-Bonn, der neben dieser Frage auch noch viele andere vorzubringen hatte, beeindruckte alle mit seinem politischen Verständnis und seinem Mut sich zu den jeweiligen Themen konkret zu äußern.

BPA aussenDas Bundespresseamt, das verantwortlich ist für die Vermittlung von Informationen nach Innen und Außen, hat uns unter anderem auch die Möglichkeit geboten uns ein wenig in den Alltag eines Politikers hineinzuversetzen. So konnten wir uns beispielsweise hinter „dem Pult“ der Kanzlerin fotografieren lassen, wie bei einer richtigen Pressekonferenz. Oder konnten sie in einem Film über ihre Arbeit, während des Frühstücks, beim Durchblättern ihrer „Kanzlermappe“ beobachten.

Im Auswärtigen Amt führte uns der Länderreferent für Pakistan und Bangladesch -nach ein paar technischen Komplikationen mit dem Licht und den Vorhängen, die zur Erheiterung aller beisteuerten – in den Arbeitsalltag eines Diplomaten ein. In der Pause erhielten wir unter anderem von unseren Betreuer vom Bundespresseamt, der ein Berliner Architekturexperte ist, noch ein paar Insiderinformationen über die großen Einkaufszentren Galeries Lafayette, „the Q“ und dessen unterirdische Shoppingtunnel.

Als letzten ProTOPO draussengrammpunkt nahmen wir an einer Führung durch die „Topographie des Terrors“ teil. Einem Dokumentationszentrum auf den Überresten der „GeStaPo“-TOPO führerZentrale. Aussagekräftige Bilder aus der Nazi-Zeit konfrontierten uns mit dem starken Kontrast zwischen historischer Politik und moderner Demokratie. Schlussfolgerungen sollte jeder für sich selbst daraus ziehen. An dieser Stelle möchte ich im Namen der ganzen Gruppe unseren Führer durch die Ausstellung besonders loben, welcher seine Zuhörer direkt miteinbezog und seine Informationen auf eine intelligente und zugleich sympathische Art sehr gut darzubringen wusste. In seiner Begeisterung umarmte er sogar einen der Teilnehmer.

Am Mittwoch begann unser Programm nicht mit Politik, sondern mit Kultur, Architektur und Geschichte. Auf unserer Stadtrundfahrt informierte uns unserer „Stadtbilderklärer“ Alexander mit allerlei außergewöhnlichen Fakten und humorvollen Anekdoten. Auf diesem Wege erfuhren wir zum Beispiel, dass „Berlin“, ursprünglich aus dem Slawischen kommt und „Sumpf“ bedeutet. Und wo in diesem „SumEast side Gallerypf“ Angela Merkel zum Friseur geht. Oder, dass Bauarbeiter Überreste von Leichen vor einem Café fanden, in dem die Frau des Reiseführers gerade Kaffee und Kuchen genießen wollte. Sein Wissen über die Entwicklung Berlins, die zahlreichen Parks und Grünanlagen, sowie einzigartige Orte und Gebäude gab Alexander uns anschaulich verpackt weiter. Wir haben festgestellt, in Berlin steht wirklich „in jedem Winkel, ein Schinkel.“ Halt machten wir unter anderem am Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals und der East-Side-Galary, zwei außergewöhnlichen und vor allem historisch bedeutsamen Orte, die man einfach einmal gesehen und gefühlt haben muss.

Beim Besuch des Paul-Löbe-Hauses stellte Katja Dörner, Abgeordnete der Grünen, sich zahlreichen kritischen aber auch elementaren Fragen. Sie imponierte ihren Zuhörern mit ihrer offenen, freundlichen aber auch bestimmten Art.

PLHK

Unsere aufregende Reise wurde als „intensiv“, „vielfältig“ und „gut ausgearbeitet“ beschrieben. Sonja und Thomas aus dem TZ-Bonn, durften die Fahrt als Paar erleben und sammelten zusammen einige unvergessliche Augenblicke, die selbstverständlich auf Fotos für die Ewigkeit festgehalten wurden. Thomas würde während der Fahrt angerissene Themen gern in der Männergruppe des TZ’s einbringen und weiter diskutieren.

Die ganze Zeit herrschte eine freundschaftlich-kommunikative Atmosphäre, in der Toleranz und Respekt eine große Rolle spielten. Betreuerin Johanna brachte es mit den Worten: „Die Gruppe zieht ihre Lebendigkeit aus der Verschiedenartigkeit der Teilnehmer und den sich daraus entwickelnden Gesprächen.“, so ziemlich auf den Punkt. Hoffentlich werden die neu entdeckten Freundschaften aufrechterhalten und die Diskussionen weitergeführt, denn „unsere Reise ist ja nicht zu Ende!“

Gruppenfoto

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Jana Bergmann (Schülerin, 17 Jahre)

Kommentare

4 Reaktionen: Kommentar schreiben ⇓

  1. Annette Standop

    Ich wäre wirklich gerne dabei gewesen, aber der neue Job hat das leider unmöglich gemacht. Toll, dass ihr eine so bunte Truppe wart. Passt gut zu Katja und dem, was ihr in Berlin zu sehen bekommen hat. Danke für den schönen Bericht!

    17.06.2015 um 14:07 Uhr

  2. Doris und Hans-Josef Beckedahl

    Schöner Bericht, aber er verdeutlicht nicht wie interessant die Reise wirklich war. Sie war einfach enorm. U.a. eine Stadtrundfahrt wie man sie nicht alle Tage bekommt. Eine tolle Harmonie innerhalb der Gruppe. Die Reise war ein Erlebnis, zumjal wir Gelegenheit hatten, unseren in Berlin wohnenden Sohn mit Familie zu treffen.
    Danke!!!!! Gern noch einmal!

    17.06.2015 um 16:22 Uhr

  3. Volker Wank

    Der Artikel von Jana Bergmann ist super gut geworden. Denn sie hat mit dem was sie schreibt den Nagel voll auf den Kopf getrofen. Mir hat die Tour nach Berlin auch sehr gut gefallen, und ich möchte mich dafür rechtt herzlich bedanken.
    Gruß Volker

    20.06.2015 um 9:47 Uhr

  4. Martin Hermann

    Ja, es war wirklich klasse. Auch unsere Gesprächspartner im Auswärtigen Amt, Bundespresseamt etc. haben bemerkt, das diese eine außergewöhnliche Gruppe war. Neben den vielen interessanten Eindrücken waren es die zahlreichen Gespräche untereinander, die in Erinnerung geblieben sind. Es waren auch außergewöhnlich viele Menschen dabei, die sich in unterschiedlichen Feldern engagieren, sei es in der Behindertenarbeit (TZ), in der Arbeit mit Flüchtlingen (AsA) oder in der Jugendarteit (Lucky Luke). Danke auch an die Organisatoren dieses Programms, insbesondere an Holger und Floris und natürlich Katja, die uns eingeladen hat.
    Martin

    12.07.2015 um 19:14 Uhr

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