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Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch umfassend sicherstellen

Es ist eine Aufgabe für uns alle, dafür Sorge zu tragen, dass die Erkenntnisse und Empfehlungen des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“ und die Vorschläge des Unabhängigen Beauftragten zu Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Herrn Johannes Rörig, umfassend umgesetzt werden. Die RednerInnen aller Fraktionen haben heute in der Debatte im Bundestag die Bedeutung der Arbeit der Kommission und die gesamtgesellschaftliche Aufgabe betont. Umso bedauerlicher finden wir es, dass es – anders als in der vergangenen Legislaturperiode – keine interfraktionelle Initiative zur Einrichtung der Aufarbeitungskommission gab. Leider ist zudem bisher offen, mit welchen finanziellen Ressourcen die Kommission ausgestattet werden soll und wo diese herkommen. Für uns ist klar: Die Kommission darf nicht alleine vom Familienministerium finanziert werden. Der gesamte Bundeshaushalt soll diese Kosten tragen.

Viele Schritte sind schon gegangen, neben Maßnahmen zur Prävention und Strafrechtsänderungen. ist die Einrichtung einer Aufarbeitungskommission zur Anhörung der Opfer und Aufarbeitung der Strukturen ein wichtiger Baustein. Wir unterstützen deshalb die Initiative der Koalitionsfraktionen zur Einsetzung einer solchen Kommission. Damit diese jedoch effektiv arbeiten kann und ihre Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit gewährleistet ist, fordern wir die Bundesregierung in einem gemeinsamen Antrag mit der Linken auf, der Aufarbeitungskommission eine gesetzliche Grundlage zu schaffen, sowie ihr keine zeitliche Befristung zu setzen. Unser Antrag wurde leider abgelehnt. Während viele Opfer sexuellen Kindermissbrauchs mittlerweile den Mut finden, über ihr Leid zu sprechen, haben die Regierungsfraktionen nicht den Mut, eine wirklich starke Aufarbeitungskommission einzurichten.

[youtube]https://youtu.be/Z51iiUXHGHs[/youtube]

Kommentare

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  1. Manuel Ballehr

    Im Abschlussbericht 2011 steht drin, dass es für Komplex Traumatisierte nahezu keine therapeutische Versorgung gibt. Die Traumaambulanzen nach Bohus, die viel Geld erhalten, schliessen komplex traumatisierte als kontraindiziert aus. heisst das, weil niemand sich darum kümmert, das komplex traumatisierte nicht das recht auf hilfe haben? die meisten Überlebenden sind komplex traumatisiert und haben nicht einfach nur eine ptbs.

    05.11.2015 um 10:16 Uhr

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