Direkt zum folgenden Bereich:
  1. Hauptnavigation
  2. Inhalt
  3. Themenübersicht
  4. Suche
  5. Links
  6. Adresse



Inhalt

Ennertaufstieg: Dörner kritisiert Dinosaurier-Planung

Zu der wieder aufgenommen Prüfung des Baus eines „Ennertaufstiegs“ im rechtsrheinischen Süden der Bundesstadt erklärt Katja Dörner, Grüne Bundestagsabgeordnete aus Bonn:

„Die Antwort der Bundesregierung auf meine Frage zu den umstrittenen Planungen belegt die Dinosaurier-Mentalität der Bundesregierung bei der Verkehrsplanung eindrücklich. Es ist höchste Zeit die Pläne für den Ennertaufstieg  ins Museum zu bringen. Denn nur dort gehören sie hin. Der Ennertaufstieg ist sinnlos, teuer, nicht gewollt.  Er löst zudem keine örtlichen Verkehrsprobleme. Dieser rechtsrheinische Teil der Südtangente war seit den 1960er Jahren in Planung und wurde 2003 zu Recht aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen.  Zahlreiche Gutachten hatten ihr zu hohe Umweltbelastung und zu geringe Entlastung der Siebengebirgsorte vom Durchgangsverkehr bescheinigt.  Die ökologischen Auswirkungen wären erheblich. Für den Bau des Ennerttunnels müsste der Grundwasserspiegel abgesenkt werden – mit erheblichen Folgen für die Vegetation im Ennert. Verkehrslärm und Abgase im ehemals als Nationalpark diskutierten Ennert sind nicht akzeptabel. Eine Südtangente als Verbindung zwischen A3 und A565 wäre eine Entlastung des Kölner Autobahnrings, ohne dass sich die Bonner Verhältnisse verbesserten. Aus diesen guten Gründen – immense Kosten, wenig Nutzen, katastrophale Umweltauswirkungen-  haben sowohl die Bundestadt Bonn als auch Sankt Augustin diesen Plänen eine eindeutige Absage erteilt. Dass nun der CSU-Verkehrsminister Dobrindt die vor über zehn Jahren beerdigten Pläne erneut hervorkramt, ist ein schlechtes Zeichen. Damit wird die Chance auf eine zukunftsträchtige Infrastruktur vertan. Zeit und Geld müssen in den öffentlichen Verkehr investiert werden.“

150730 Schriftliche Frage Ennert Aufstieg

 

Kommentare

Einen Kommentar schreiben: