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Klamotten tragen wir alle – Frauenrechte in der globalen Bekleidungsindustrie.

Spannend und lehrreich war der vergangene Dienstag Abend. Die Bonner Frauenrechtsorganisation FEMNET lud zu einer Diskussion zur Situation von Frauen in indischen Textilfabriken ein.

Aus der 10-Millionen-Metropole Bangalore in Indien berichtete Parvathi Madappa, Vertreterin von Cividep India. In konzentrierter Atmosphäre stellte sie eine aktuelle Studie zu den gesetzlich vorgeschriebenen Betriebskindergärten vor. Ergebnis: Um diese ist es zumeist sehr schlecht bestellt. Die mit diesem Resultat konfrontierten Haupt-Auftraggeberinnen, C&A und H&M, reagierten unterschiedlich: Erstere sagte zu, in sechs ihrer 35 Fabriken die Kinderbetreuung qualitativ zu verbessern. Der schwedische Konzern kooperierte hingegen nicht.frau 1

Mein Part in der Diskussion war es, den Bezug zu Bonn, der Bundesebene und zu Europa herzustellen. Dabei habe ich auf die fatale Entwicklung der Wegwerfmode, der sogenannten Fast Fashion, hingewiesen. Bonn soll zukünftig auch eine Filiale von Primark bekommen – der Marke, die wie keine andere für diese problematische Entwicklung steht.

Um den Arbeiterinnen in Indien zu ihrem Recht und zu besseren Arbeitsbedingungen zu verhelfen, können wir viel tun. Auf nationaler Ebene fehlt es für Verbraucherinnen und Verbraucher noch an Transparenz: Die Label-Vielfalt ist verwirrend und überhaupt nicht einheitlich. Auch die EU muss an dieser Stelle nachbessern. Dafür und für eine Stärkung der Gewerkschaften setzen wir uns als Grüne ein. Auch bei Kleidungsfragen gilt: Global denken – lokal handeln. Dafür ist der Bonner Einkaufsberater für Faire Mode eine große Hilfe.

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