Direkt zum folgenden Bereich:
  1. Hauptnavigation
  2. Inhalt
  3. Themenübersicht
  4. Suche
  5. Links
  6. Adresse



Inhalt

Gründerinnen-Tour – eine kleine Bilanz

Nach unserem wirtschaftspolitischen Schwerpunkt auf dem Bundesparteitag im vergangenen Jahr, habe ich im ersten Halbjahr 2016 Gründerinnen in Bonn und der Region besucht. Mir war es wichtig, von Gründerinnen selbst zu erfahren, wie ihre Gründungen abliefen. Wo ihre Schwierigkeiten gewesen sind. Wo Hilfe und Unterstützung nötig gewesen wäre und wo es diese gab.

Laut statistischem Bundesamt (Mikrozensus) liegt die unter den Erwerbstätigen bei 10,5 Prozent – bei Männern liegt sie bei 13,3 Prozent, bei Frauen bei 7,3 Prozent. Auch deshalb habe ich bei meiner Tour einen besonderen Fokus auf Frauen die gründen gelegt. Wie können sie bei ihrer Gründung besser unterstützt werden, insbesondere mit Blick auf Beratung, Finanzierung der Gründung und Vernetzung?

Begonnen habe ich bei einem Start-up aus Bonn. Aus dem Studium heraus gegründet, feiern sie dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen: True Fruits, die Smoothies in ganze Deutschland etablierten. Mittlerweile geben die drei Gründer*innen ihre Erfahrungen weiter und unterstützen andere in ihrer „Gründersprechstunde“ bei Neu-Gründungen. Ihr Wunsch: Eine Art „Starter-Kit“ für Gründer*innen mit Vorlagen für Verträge etc. und Unterstützung im Bürokratie-Dschungel.

Besuch bei Bonninski

Yvonne Grünenwald und Katja Dörner

Eine ganz andere Perspektive bekam ich bei Bonninski. Als freiberufliche Texterin hat die Solo-Selbstständige bei der Gründung ihres Unternehmens andere Gegebenheiten und Schwierigkeiten. Passende Räumlichkeiten für Freiberufler*innen sind ihr ein wichtiges Anliegen, denn reguläre Angebote sind – gerade in Bonn – oft zu groß und die Arbeit von Zuhause oder im co-working-space auf Dauer keine Alternative.

Als relativ junges und neues Unternehmen habe ich zuletzt Kegra besucht. 2012 wurde der Dienstleister im Bereich der Patientenversorgung aus bestehenden Beschäftigungsverhältnissen in der Pflegebranche heraus gegründet. Als Landessieger wurden sie letztes Jahr mit dem KfW-Award „GründerChampions“ in NRW ausgezeichnet. Bei diesem Besuch habe ich

vor allem die Anregung in Erinnerung, den Zugang zu Fördertöpfen für Gründer*innen zu erleichtern.

Besuch bei kegra

Ute Grap und Katja Dörner

Alle drei Gründungsgeschichten waren sehr unterschiedlich und haben mir ein differenziertes Bild der Gründungslandschaft gegeben. Eine weitere und ganz andere
Perspektive bekam ich mit dem Besuch beim IGZ Bonn – Innovations- und Gründungszentrum. Im Jahre 2012 eröffnet, vermietet das Zentrum Büroräume an Gründerinnen und Gründern und unterstützt diese im Prozess.

Den Abschluss meiner Gründerinnen-Tour bildete eine Gesprächsrunde in meinem Wahlkreisbüro. Neben den besuchten Gründerinnen haben Stefan Freitag, Grüne Ratsfraktion Bonn, und Gertrude Hennen, Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn, teilgenommen. Gemeinschaftlich haben wir über möglichen Handlungsbedarf und weitere Unterstützung von Gründerinnen diskutiert.

Fest steht: Frauen gründen anderes und müssen anders unterstützt werden. Ich habe viele Anregungen bekommen, die ich mit nach Berlin nehmen werde.

Abschlussrunde der Gründerinnen-Tour

Stefan Freitag, Ute Grap, Katja Dörner, Yvonne Grünenwald und Gertrud Hennen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare

1 Reaktion: Kommentar schreiben ⇓

  1. Karin Krubeck

    Danke für die Bemühungen. Schön wäre, wenn daraus soetwas wie ein Leitfaden entsteht mit einem Aktualisierungsprozess.

    Ich hätte gerne Unterstützung für mein Portal „Bonngehtessen“, dass ich seit 2 1/2 Jahren betreibe.

    Eine Googlesuche nach „Gründung – Förderungen“ endet in unendlichem Wust. Ich hab nach 3 Tagen einfach aufgegeben.

    Seitdem schaue ich neidisch auf Menschen die mehr Ahnung von so Themen haben und Männer, die sich einfach laut brüllend anpreisen und irgendwann dann auch Geld bekommen.

    Alles Gute allen Frauen mit wunderbaren Ideen, die diese Gesellschaft verändern wollen.

    23.08.2016 um 19:30 Uhr

Reaktionen im Web:

Einen Kommentar schreiben: